Wie Technologie die Beziehung zwischen Kunden und Beratern verbessert

Fintech on Fridays

Die Beziehung zwischen Finanzberatern und ihren Kunden basiert auf Vertrauen. Dieses Vertrauen und auch die Integrität der Berater-Kundenbeziehung werden oft über einen längeren Zeitraum aufgebaut und nur durch eine wiederholte persönliche Interaktion, sowie ein solides Verständnis der finanziellen (und oft auch privaten) Situation des Kunden aufrecht erhalten.

Gleichzeitig steht die Anlageberatung vor zahlreichen neuen Herausforderungen. Steigende regulatorische Anforderungen und vermehrte Offenlegungspflichten erfordern immer mehr zeitintensive und oft manuelle Aufgaben. So werden beispielsweise Informationen über die finanzielle Situation und die Risikotragfähigkeit des Kunden eingeholt oder Geeignetheitsprüfungen und Beraterprotokolle erstellt. Dadurch bleibt den Beratern weniger Zeit, Vertrauen in bestehenden Kundenbeziehungen zu stärken oder gar neue Beziehungen aufzubauen. Gleichzeitig sinkt die Qualität der Beratungsleistungen.

Darüber hinaus verlangen immer mehr Kunden, insbesondere die jüngeren Generationen, einen Online-Zugriff auf ihre Investments sowie eine unkomplizierte Zusammenarbeit mit ihren Finanzberatern. Die Beratung selbst wird zu einem Schlüsselelement innerhalb eines digitalen, transparenten und ständig verfügbaren Serviceangebots. Ohne ein ergänzend digitales Angebot laufen Berater Gefahr, die Kundenanforderungen nicht erfüllen zu können.

Kernelemente unseres Softwareangebots

Vor diesem Hintergrund bietet Technologie die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen sowie Servicequalität und -umfang zu verbessern:

1. Vertrauen  Steigern Sie das Vertrauen Ihrer Kunden durch erhöhte Transparenz des Beratungs- und Anlageprozesses.  

2. Zeit  Nutzen Sie Zeiteinsparungen, um sich auf Ihre Kunden zu konzentrieren und die Servicequalität zu verbessern.

3. Erkenntnisse – Entwickeln Sie eine ganzheitliche Sicht auf die Vermögenswerte Ihrer Kunden, um eine bessere, maßgeschneiderte Beratung zu ermöglichen.  

4. Anlageeffizienz – Verbessern Sie das Risiko-Rendite-Verhältnis, indem Sie die besten Produkte für die finanziellen Verhältnisse und Risikotragfähigkeit Ihrer Kunden anbieten.

5. Zugang – Stellen Sie sich auf die “Always on”–Mentalität Ihrer Kunden ein, indem Sie jederzeit Zugang zu Investitionen und Beratung über Online-Kanäle anbieten.  

Der Umgang mit einem so wichtigen Thema wie den persönlichen Finanzen wird sehr wahrscheinlich weiterhin eine menschliche Interaktion erfordern. Technologie ist jedoch ein unverzichtbarer Faktor innerhalb einer hybriden Finanzberatung, da diese dem Berater die Zeit und die Möglichkeiten gibt, sich auf den menschlichen Faktor der Beratung zu konzentrieren.

Auch wenn die Nutzung von Technologie in der Finanzberatung immer noch als Mehrwert zur Erzielung eines Wettbewerbsvorteils wahrgenommen wird, so wird sie sich doch in Zukunft als Voraussetzung für das Leistungsangebot eines jeden Beraters entwickeln.

Bereitstellung eines digitalen Kundenerlebnisses  

Der Einsatz von Technologie ermöglicht Beratern eine deutliche Zeitersparnis, die sie für die Stärkung der Kundenbeziehung nutzen können. Gleichzeitig erfüllen Sie dadurch die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft. Mit Fincite CIOS, haben wir eine modulare Software entwickelt, die es Beratern ermöglicht, aus einem umfassenden Angebot verschiedene Funktionalitäten auszuwählen, wie etwa: 

Fincite CIOS

 

Unter ökonomischen Gesichtspunkten ermöglichen diese Tools den Beratern, den Umsatz pro Kunde durch Generierung neuer Assets zu steigern und dank der Reduzierung manueller Aufwände entlang der Wertschöpfungskette die Beratungskosten zu senken.

 


Wie Software die Rentenlücke schließen kann

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Herausforderungen einer alternden Gesellschaft und wie wir Technologie nutzen können, um das Rennen zu gewinnen.

Für viele von uns ist es eine der drängendsten finanziellen Sorgen: Wie kann ich sicherstellen, dass meine Ersparnisse ausreichen, um meinen Lebensstandard im Ruhestand aufrecht zu erhalten?

Doch diese Besorgnis wird von den meisten Menschen nach wie vor weitgehend ignoriert. Insbesondere in Deutschland, wo über 90 % der Rentnerinnen und Rentner hauptsächlich auf die staatliche Rente angewiesen sind¹. Zahlreiche gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen, wie der demografische Wandel der Bevölkerung sowie das anhaltende Niedrigzinsumfeld, führen dazu, dass die staatliche Rente allein nicht ausreichen wird, um eine angemessene Absicherung für den Ruhestand zu gewährleisten.

Trotz mehrerer zusätzlicher Sparmodelle, die nicht Bestandteil der staatlichen Rente sind (z.B. die betriebliche oder private Altersvorsorge), bleibt die größte Herausforderung die Erkenntnis über eine bestehende Lücke und das gezielte Gegensteuern.

Bewusstsein wecken

Für die meisten Menschen beginnt die Herausforderung mit dem Bewusstsein. Die überwiegende Mehrheit der zukünftigen Rentner ist sich ihrer bereits bestehenden Vorsorgelücke nicht einmal bewusst. Auch bei der Rentenplanung gilt die einfache Logik: Je früher man sich der bestehenden Vorsorgelücke bewusst ist und mit der Kapitalanlage beginnt, desto höher sind die Renditeerwartungen und die Wahrscheinlichkeit, solche Lücken zu schließen. Die Folgen der Vorsorgelücke können gravierend sein und schnell in die Altersarmut führen. Bereits heute leben 20% der deutschen Bevölkerung in altersbedingter Armut². Die Frage der bestehenden und zunehmenden Versorgungslücken erfordert daher dringend die Aufmerksamkeit des öffentlichen und des privaten Sektors. Die Regierungen in Ländern wie Norwegen, Schweden und Dänemark haben das Problem bereits erkannt und ihren Bürgerinnen und Bürgern die notwendigen Instrumente an die Hand gegeben, um ihren aktuellen Rentenstand zu verstehen. Diese Instrumente ermöglichen eine ganzheitliche Online-Betrachtung der erworbenen Rentenleistung sowie hilfreiche Prognosen zur Simulation der Entwicklung des persönlichen Rentenanspruchs. Obwohl es in Deutschland derzeit staatliche Initiativen gibt, liegt die Aufgabe, das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen, weiterhin bei der Privatwirtschaft. Nach erlangter Erkenntnis über bestehende Vorsorgelücken, gilt es nun diese mit geeigneten Finanzlösungen zu schließen.

Bereitstellung umfassender Tools

Mit unseren digitalen Lösungen bieten wir Ihnen die notwendigen Tools, um bestehende Vorsorgelücken zu erkennen und diese zu beseitigen. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die bestehenden Rentenansprüche, sondern betrachten zusätzlich das gesamte, aggregierte Vermögen Ihrer Kundinnen und Kunden in einer ganzheitlichen Betrachtung. Hierzu können zusätzliche Vermögenswerte wie Immobilien gehören, die die finanzielle Situation im Ruhestand erheblich beeinflussen. Durch die Analyse der aktuellen und geplanten Lebens- und Finanzbedingungen eines Kunden, ermöglicht es unsere Software, den Bedarf der Altersvorsorge zu ermitteln und bestehende Lücken zu identifizieren. Hier ein Beispiel wie ein möglicher Ablauf aussehen könnte:

1. Ganzheitliche Erfassung Ihrer Kunden  verbinden Sie aktuelle Renten, Geld- und Anlagekonten, Immobilien und andere Vermögenswerte, um eine 360°-Sicht auf das Vermögen zu bekommen.

2. Ermittlung des Finanzbedarfs  Entwicklung von finanziellen Zielen für den Ruhestand durch Analyse aller Einnahmen und Ausgaben.

3. Identifizierung bestehender Vorsorgelücken  Ermittlung bestehender Lücken durch Abgleich der erwarteten Vermögensrenditen mit der Finanzplanung Ihrer Kunden.

4. Bereitstellung geeigneter Produkte  Auswahl geeigneter Produkte zur Schließung der Vorsorgelücke unter Berücksichtigung der Finanz- und Risikotragfähigkeit des Kunden. 

5. Überblick behalten – Verwendung von Algorithmen zur Überwachung und Neuausrichtung der Anlagestrategie während der Spar- und Entnahmephase.  

Mit diesem Ansatz bieten Sie Ihren Kunden Anlagelösungen, um die wichtigsten finanziellen Herausforderungen zu bewältigen. Gleichzeitig erhalten Sie nützliche Einblicke in den Vermögensstand des Kunden.  

Erfahren Sie mehr über unsere Financial Planning Software oder Kontaktieren Sie uns direkt, gerne stehen wir Ihnen bei allen Fragen zu unseren Software Lösungen zur Verfügung.

 

  • ¹ Bundesinstitut für Arbeit und Soziales, 2017
  • ² Süddeutsche Zeitung, Artikel „Rentner stärker von Altersarmut betroffen als gedacht“, Februar 2019