WealthTech Connect 2026 in Zürich: KI, Tokenisierung und Cloud-Souveränität im Wealth Management

Vortrag auf der WealthTech Connect 2026 im SOHO Club Zürich vor Entscheidern aus Private Banking und WealthTech
Lejla Selimovic

WealthTech Connect 2026 in Zürich: KI, Tokenisierung und Cloud-Souveränität im Wealth Management

Was bleibt von KI und WealthTech für Schweizer Banken? Über 150 Entscheiderinnen und Entscheider von mehr als 70 Unternehmen suchten am 24. September 2026 im SOHO Club Zürich nach Antworten auf diese Frage. Die WealthTech Connect 2026 brachte Private Banking, Wealth Management und WealthTech für einen Tag an einen Tisch, mit sechs Startup-Pitches, drei Panels und Keynotes, die von der Tokenisierung bis zur US-Politik reichten.

WealthTech Connect 2026: Das Branchenevent für digitales Wealth Management

Die WealthTech Connect richtet sich an alle, die das digitale Wealth Management aktiv vorantreiben, und findet ausschließlich auf Einladung statt. Gastgeber sind fincite und Harvest Groupe. In ihrer vierten Ausgabe zog die Veranstaltung erstmals nach Zürich. An der Idee dahinter hat sich seit der ersten Ausgabe nichts geändert: ein Tag mit klarem Fokus auf Wealth Management, der Ideen für den nächsten Arbeitstag und Impulse für die eigene Strategie liefert. Durch das Programm führte Nicole Nitsche, Geschäftsführerin von Payment & Banking.

WealthTech-Startups 2026: Sechs Lösungen für Banken und Vermögensverwalter

Den Auftakt machten sechs WealthTech-Teams mit jeweils 15 Minuten Zeit, ihre Lösung zu erklären.

mesoneer: CEO Felix Wolfensberger stellte eine Digital Trust Platform vor, die Banken beim compliant gestalteten Client Onboarding begleitet, von der Identifikation bis zur qualifizierten elektronischen Signatur. Dabei ging er auch auf die European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) ein.

PriceHubble: Dr. Jasser Kassab, Group Director Enterprise Solutions, führte in Live-Demos vor, wie Banken Immobilien in die ganzheitliche Vermögenssicht ihrer Kundinnen und Kunden holen.

Aisot Technologies: CEO und Co-Founder Stefan Klauser stellte eine Frage, die viele im Saal beschäftigt: Kann man KI-Agenten in der Anlageberatung vertrauen? Seine Antwort knüpft Vertrauen an drei Bedingungen, Precision, Reliability und Control. Die Verantwortung trägt am Ende der Mensch.

Adaptivv Financial Technologies: Co-Founder und Chairman Felix Fernandez Martinez zeigte, wie das FINMA-regulierte ETH-Spin-off Statistik und KI im Asset Management verbindet. Im Kern steht ein Modell, das die Stabilität von Märkten misst und daraus nach festen Regeln Allokationsentscheidungen ableitet. KI nutzt Adaptivv in der Forschung, um dieses Modell kritisch zu prüfen und weiterzuentwickeln.

GenTwo: CEO Philippe A. Naegeli sprach mit Tom Lyons darüber, warum Wealth Manager vom Kurator zum Produktgestalter werden. Den Hintergrund bilden ein Markt, der sich zum Käufermarkt entwickelt, und der anhaltende Aufstieg von ETFs und passiven Anlagen.

Fume: Co-Founder Pablo Pfister brachte KI-Agenten ins Fund-Back-Office, wo sie manuelle Datenarbeit übernehmen. In einer Fallstudie zur Positionsabstimmung senkte Fume den manuellen Aufwand nach eigenen Angaben um 80 %.

Cloud-Souveränität für Banken in der EU und der Schweiz

Wie souverän müssen Banken bei Cloud und Infrastruktur sein? Darüber diskutierten Richard Hess (Leiter Digital Finance, Schweizerische Bankiervereinigung), Daniel Hasler (Senior Financial Services Technology Executive, Vontobel) und Daniel Caduff (Principal Security Assurance D/A/CH, Amazon Web Services). Das Gespräch bewegte sich zwischen regulatorischem Druck und handfesten Infrastrukturentscheidungen. Es ging um die Rolle der technologischen Lieferkette, um Regulierung und Beschaffung und um Rahmenwerke, die Banken bei ihren Entscheidungen Orientierung geben. Die Debatte werde oft emotional und politisch geführt, so der Tenor des Panels. Banken sollten Souveränität deshalb nüchtern bewerten, als Teil ihres Risikomanagements und mit Blick darauf, was dem eigenen Geschäft dient.

Tokenisierung von Real-World Assets: Wo der Markt heute steht

Den institutionellen Blick auf die Tokenisierung lieferte Dr. Alexander Bechtel, Global Head of Digital Products bei DWS. Er ordnete ein, wo der Markt für tokenisierte Real-World Assets heute steht und worauf sich Private Banks schon jetzt vorbereiten sollten.

Datenzugang und Wealth Aggregation: Panel „Rethinking Wealth"

Wenn Information frei verfügbar wird, was wird dann teuer? Mit dieser Frage eröffnete Friedhelm A. Schmitt, Co-Founder und CEO von fincite, das Panel mit Nicola Breyer (Open Finance Advisor und ehemalige CEO) und Henrik Herr (CEO, Arcandeo GmbH). Die Diskussion kreiste um Datenzugang, Digitalisierung und Wealth Aggregation. „Rethinking Wealth" beginnt bei den Daten, lautete der gemeinsame Nenner. Und wo Wissen austauschbar wird, rückt das Kundenerlebnis nach vorn, bis zur Frage, wie ein Institut zur Lovebrand seiner Kundschaft wird.

KI im Wealth Management: Agentic Clients, Haftung und Governance

Welchen Mehrwert liefert KI im Wealth Management heute? Unter der Moderation von Oliver Bussmann, CEO der Bussmann Advisory AG, suchten Dr. Torsten Wegner (Head of Strategy and M&A, Quintet Private Bank), Naveed Arshad (Head of Digital Wealth Management, Deutsche Bank), Dr. Martha Boeckenfeld (Human-Centric Futurist, Board Advisor) und Dr. Sina Wulfmeyer (Chief Data Officer, Unique) nach konkreten Antworten. Ein Thema war der Agentic Client: Kundinnen und Kunden, die mit eigenen KI-Agenten auf ihre Bank zugehen, bis dahin, dass Agent und Agent miteinander verhandeln. Technisch verlangt das die Orchestrierung mehrerer Modelle. Ebenso präsent war die Haftung. Berät eine KI falsch, steht die Bank in der Verantwortung, entsprechend zurückhaltend agieren Institute. In komplexen Situationen führt der Weg deshalb über die Kombination aus KI und menschlicher Beratung. Dazu kamen belastbare Rahmenwerke für KI-Aktionen, die Frage ihrer Versicherbarkeit und die Warnung vor Workslop, also KI-Output, der nach Arbeit aussieht und keinen Mehrwert bringt.

Personalisierung im Private Banking: Keynote „No Average Experience"

Personalisierung war lange teuer. In seiner Keynote zeigte Friedhelm A. Schmitt, wie KI die Kosten der Individualisierung senkt und Personalisierung im Private Banking skalierbar macht. Kundinnen und Kunden erwarten heute, dass Software sich an sie anpasst, und auch Beraterinnen und Berater arbeiten jeweils auf ihre eigene Art. Schmitts Antwort darauf: ein vertrauenswürdiger Kern, auf dem viele individuelle Erlebnisse entstehen.

US-Midterms 2026: Politische Risiken für Anlageentscheidungen

Zum Abschluss richtete Julius van de Laar, Politikstratege und Kampagnenberater, den Blick auf Washington. Er analysierte die bevorstehenden US-Midterms 2026, zog eine Bilanz der Erfolge und Misserfolge von Donald Trump und nahm Texas in einem Deep Dive genauer unter die Lupe. Aktuelle Bezüge lieferte Trumps Besuch in China. Sein Ausblick bot Orientierung für alle, die politische Risiken in Markt- und Anlageentscheidungen übersetzen müssen.

Fazit: Was die WealthTech Connect 2026 für Schweizer Banken bedeutet

Die WealthTech Connect 2026 zeigte, wie KI, Daten und Tokenisierung das Wealth Management verändern und welche Fragen Banken auf dem Weg klären müssen, von Haftung und Governance bis zur Cloud-Souveränität.

fincite x harvest logo

Produkt

Kunden

Über uns

Knowledge Hub

Produkt

Kunden

Über uns

Knowledge Hub

Produkt

Kunden

Über uns

Knowledge Hub

Produkt

Kunden

Über uns

Knowledge Hub

Onboarding

CIOS keynote

Watch the Onboarding Tutorial

Produkt

Kunden

Über uns

Knowledge Hub

Onboarding

CIOS keynote

Watch the Onboarding Tutorial

Produkt

Kunden

Über uns

Knowledge Hub

Onboarding

CIOS keynote

Watch the Onboarding Tutorial